Höhenflüge,  Paragleiten,  Übungshang

Am Übungshang 2. – 4. Tag


2. Tag

Nachdem wir am Schnuppertag ideales Wetter mit sehr gutem Aufwind hatten, mussten wir am 2 Tag lernen, mit Rückenwind zu starten und ich merkte, dass der Erfolg darin immer von Kleinigkeiten abhängt. Folglich stellte ich fest, dass ich einige dieser Kleinigkeiten vergessen hatte! Zum Beispiel, dass man bei Rückenwind den Schirm viel stärker bremsen muss als bei gutem Aufwind, da er einen sonst überholt und man unweigerlich stürtzt. Dies lernte ich schmerzlich dadurch, dass ich eine Landung fast ungebremst hinlegte und mich irgendwie gestaucht habe. Beim nächsten Versuch ging es aber gleich wieder besser bis der letzte Flug schließlich sehr gut funkionierte.

3. Tag

Ich musste leider mit Rückenschmerzen von einem Sturz vom Vortag an den Start, aber Hans konnte uns gut motivieren. Mittlerweile werden wir auch beim Handling der Ausrüstung immer sicherer. Aufgrund des Rückenwinds habe ich es geschafft, dass ich mit dem Schirm den ganzen Hang hinuntergelaufen, statt geflogen, bin (Nein, ich habe das richtige Gewicht angegeben :)).

Sprüche von Hans

Nur 2 Schritte mehr und Du hättest abgehoben (Bei viel zu langsamen Weglaufen mit lustigem Sturz)

Des war schon sehr gut, macht nichts (Bei einem Startversuch, wo man alles falsch macht und zum Schluß am Bauch landet)

Du darfst Dich auch bewegen (Beim Steuern mit Gewichtsverlagerung, wenn man etwas zaghaft an die Sache herangeht)

Falls Du beim Ohren anlegen die falschen Leinen erwischt, wird es a ganz schiarches Manöver = ABSTURZ :(

 

2 Beispiele für kleine Pannen

 

 

 

Bei dem folgenden Flug habe ich bis zum Schluss versucht gegen den Wind zu landen, habe aber dabei ganz vergessen, dass man nicht bis zum Schluss sitzen bleiben sollte, sondern aufsitzen und laufen. Bezahlt habe ich es mit einer Rückenprellung, doch jetzt  habe ich es mir gemerkt.

 

4. Tag

Heute ist der große Tag für den ersten Höhenflug. Leider hat er für mich nicht so optimal begonnen. Aufgrund von andauernden Rückenschmerzen kann ich den Schirm am Übungsgelände nicht ordentlich hochziehen und stürze gleich zu beginn. Doch dann bekomme ich von Hans ein Schmerzmittel und es geht gleich viel besser. Die restlichten Flüge am Übungshang laufen problemlos.

Danach fahren wir zur Flugschule, wo noch kurz über das Wetter diskutiert wird und wir die richtige Ausrüstung bekommen. Die anderen scherzen noch, dass man bei dem Wetter sowieso nicht fliegen kann, aber ich denke, sie haben uns nur etwas auf die Schaufel genommen.

So, dann ist es soweit. Wir stehen „am Abgrund“ und ich laufe gleich als Erster weg, damit ich nicht zu lange über die mir bevorstehenden Höhenmeter nachdenken kann. Kurz darauf bin ich auch schon in der Luft. Jetzt versuche ich Hans über Funk zu verstehen, doch ein Gerät ist ausgefallen und das andere so leise, dass ich es kaum höre. Da ich die ganze Zeit versuche, den Funk ans Ohr zu halten, um Hans‘ Anweisungen irgendwie zu verstehen, kann ich den Flug leider nicht genießen. Gut hinunter gekommen bin ich aber schon ;-).

Andreas E. hat leider etwas mit dem Wegstarten bzw. Abheben zu kämpfen. Nachdem er dann endlich in der Luft ist, hat sich ein Ast in einer der Leinen verhängt. Das bedeutete, dass der Schirm stark nach links zog. Andreas meisterte den Flug unter erschwerten Bedingungen und landete schließlich lt. Hans „perfekt“.

 

Mein 2. Höhenflug mit „Ohren anlegen“

Für den 2ten Flug habe ich das defekte Funkgerät ausgetauscht. So hat die Kommunikation diesmal problemlos funktioniert, wodurch ich mich auch schon auf die Umgebung konzentrieren und den Flug richtig genießen konnte.


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