2009 Bari nach Marina Sant Andrea


2009 sind Monika und ich durch Zufall und mit etwas Glück zu unserem ersten Übersteller gekommen und haben so Karl und seine Boomerang I kennengelernt, die in Zukunft noch öfters unsere Wege kreuzen werden.

 

 

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Wir sind gemeinsam mit Karl und Christien von München nach Bari geflogen und im Hafen angekommen haben wir festgestellt, dass die letzte Crew zwar einen kleinen Schaden an der Reling des Nachbarschiffs verursacht hat, aber die Boomerang wie immer im Tip Top Zustand war.

Bei leichtem Nieseln sind wir gleich zum Einkaufen losgestartet, aber nachdem sich der Regen zwischenzeitlich in ein ordentliches Schütten-wie-aus-Kübeln ausgewachsen hat, sind wir dann mit dem Taxi zurück zum Hafen. Nachdem das Boot eingeräumt war, waren wir noch Pizza-Essen und danach gings schon los in die Nacht hinaus. Die Zeit ließ keine langen Verzögerungen zu, denn Karl hatte schon einen Termin zum Kranen in der Marina Sant Andrea. Leider hatten wir in diesem Jahr auch kein Permit für Kroatien, was vor allem mir noch zu schaffen machen sollte.

Nachts hielt der Nieselregen an und eine kleine aber hinterlistige Welle schaukelte uns ein wenig hin & her. Ich habe natürlich keine Tablette gegen Seekrankheit genommen, denn das brauche ich ja nicht – schließlich hatte ich ja schon lange keine Probleme mehr und außerdem bin ich ja ein ganzer Mann 🙂 Am nächsten Morgen hatte ich ganz schön mit meinem Magen zu kämpfen und verbrachte den Großteil des Tages liegend auf der Bank. Wir konnten nirgends anlegen, also musste ich durchhalten. Durch diese Geschichte war ich wieder um eine wichtige Erfahrung reicher. Bei den Nachtfahrten habe ich nach einer kurzen Einschulung am Radar dieses Gerät vor allem bei schlechter Sicht wirklich schätzen gelernt.

Besonders gut in Erinnerung sind mir noch die Kochkünste von Karl, der uns mit seinem Rindfleisch in Rotweinsauce verzauberte und spätestens da war mein Magen auch wieder in Ordnung.

In der dritten Nacht waren wir schon auf Höhe Pula, wo die Fischer immer wieder für erlebnisreiche Nächte sorgen, denn die weichen wirklich nie aus. Nach einem ordentlichen Karl-Kaffee aus dem Espresso-Ding konnte nicht mal mehr Monika, die sonst immer und überall schlafen kann, eine Auge zumachen wir haben wie die Wachen getauscht. Monika hat mit Karl die erste Wache übernommen und ich dann mit dem Christian den zweiten Teil der Nacht. Ja und dass auf einer Seefahrt auch allerhand Seemannsgarn gesponnen wird hat sich diesmal bewiesen. So wurden die in der Ferne schimmernden, den Himmel im leichten Nebel erleuchtenden Lichter mangels besserer Erklärung kurzerhand zu den entfernten Lichtern von Venedig samt umliegenden Ortschaften so eindrucksvoll erklärt, dass Monika vorerst alle Zweifel über diese Geschichte aus dem Weg räumte. Ihr kam das zwar später schon etwas spanisch/italienisch vor, wollte ihre Zweifel aber nicht ganz äußern (wer widerspricht schon erfahrenen Skippern?!? 🙂 ) war dann aber nicht  verwundert, dass sich die Lichter bei genauer Durchsicht der Seekarten am nächsten Tag doch als die Lichter von ein paar Bohrinseln entpuppten … 🙂

Mir ist in der Nacht besonders der Nebel in Erinnerung geblieben, denn es waren lauter kleine Nebelfetzen die über das Meer zogen und dem ganzen etwas Mystisches gaben.

Am übernächsten Morgen waren wir schon kurz vor Slovenien und nahmen Kurs auf das wunderschöne Städchen Piran, wo wir noch einen erholsamen Tag erlebten mit ein bisschen Sightseeing, baden, Schlauchboot-Fahren und abendlichem Cocktailbar-Besuch. In Piran hatte ich auch das Glück mein erstes Betonboot von einem österreichischen Lehrerehepaar besichtigen zu können. Doch es bleibt mir bis heute eine etwas suspekte Bauweise und ich werde mich, obwohl es wirklich ein wunderschöne Yacht war, mit den Betonbooten nicht anfreunden können.

Frühmorgens am letzten Tag legten wir das letzte Stück zur Marina Sant Andrea zurück um rechtzeitig zum Kran-Termin dort zu sein. Für uns war es das erste Mal in den Kanälen vor der Marina Sant Andrea, und es sei hier nur kurz erwähnt, dass wir uns schnell mal verfahren haben, aber nach einem kleinen Umweg rechtzeitig in der Marina waren.

 

 

 

 

Dort hatten wir noch ausreichend Zeit uns in der Marina umzushen, da wir bei unsern Krantermin ordenltich versetzt wurden, aber zum Schluß kam die Boomerang I noch gut aus dem Wasser heruas und wir konnten beruhigt unsere Heimreise antreten.

Damals wußte ich noch nicht, dass ich mit der Boomerang noch öfter segeln würde und einige Jahre später auch als Skipper mit der Boomerang unterwegs sein werde, doch dieses wunderbare Schiff wird immer einen Platz in meinem Herzen haben.

 

 

 

 


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