2010 Sizilien – Liparische Inseln


Sizilien war mein erster Versuch mal mit ganz kleiner Crew zu segeln, deswegen sind wir nur zu viert (Jürgen, Ilse, Monika & ich) nach Catania aufgebrochen und für Ilse & Jürgen war es überhaupt das erste mal auf einem Segelboot.

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Nachdem wir über Umwege in Catania gelandet sind (wurden umgebucht von einem direkten Flug auf einen mit Zwischenlandung in Köln) haben wir zum Glück unser Gepäck in unseren Alfa 156 hineingebracht und sind gleich über den kürzesten Weg Richtung Portorosa aufgebrochen. Tja, der kürzeste ist nicht immer der schnellste, aber wir haben auf den kurvigen Straßen durchs Landesinnere gleich mal die Seetüchtigkeit von allen Mitseglern getestet und ich als Skipper hatte gleich mal ein bisschen damit zu kämpfen.

Nach kurzer Suche haben wir die Marina gefunden und wurden durch ein freundliches und zuvorkommendes Personal in Empfang genommen und auch die Bootsübernahme war sehr herzlich. Ganz speziell will ich hier erwähnen, dass es auch noch einen vom Vercharter selbst gestalteten Revierführer mit auf die Reise gab.

Nächsten Tag sind wir nach Vulcano aufgebrochen und hatten leider keinen Wind, so wie fast die ganze Woche. Vulcano ist auf alle Fälle ein Erlebnis, da es der größte Vulkan der liparischen Inseln ist und die Schwefelwolken ebenfalls ein Erlebnis sind. Für Segler bleibt gibts schlechten Ankergrund und die nicht sehr gut geschützte Bucht aber dieses Problem ist zieht sich ziemlich durch das ganze Revier der liparischen Inseln.

Von hier aus ging es nächsten Tag weiter nach Salina, wo wir zum ersten Mal in diesem Urlaub von einem wirklich unverschämten Lokal Besitzer ordentlich ausgenommen wurden, doch die Mopedausfahrt über die Insel und die Cocktailbar am Abend haben uns das zum Glück schnell vergessen lassen sodass uns Salina doch noch lange in schöner Erinnerung bleiben wird.

Bevor ich es vergesse in Salina gab es auch das erste Anlegemanöver für Ilse & Jürgen, wo wir alle mal kurz den Überblick verloren, doch damit für ein Schmunzeln bei den Marina Mitarbeitern sorgten. Hier sei auch gleich erwähnt, dass wir wirklich sehr gute Anlegemanöver geschafft haben, was sowohl für die kleine Crew aber besonders für meine 3 Mitsegler spricht.

Am nächsten Tag ging es weiter nach Stromboli – ein Muss für jeden Besucher der liparischen Inseln, wobei ich die Wanderung auf den Gipfel des noch aktiven Vulkans wirlich jedem empfehlen kann. Die Aussicht vom Gipfel auf die untergehende Sonne, die immer wieder sprühende Lava und der anschließende Abstieg durch die Magma Felder waren schon eine Geschichte für sich.

Von Stromboli aus ging es nächsten Tag nach Lipari, das für mich der schönste Ort auf den Liparischen Inseln war und dort wurden Jürgen & ich aber diesmal sehr charmant von einem alten Obstverkäufer über den Tisch gezogen, aber ich muss auch sagen das war die beste Schale Erdbeeren & 2 Bananen für 5 Euro die wir je gegessen haben. Aus diesem Grund blieben wir auch gleich zwei Nächte in Lipari!

Bei der Rückreise – dem einzigen Tag wo wir zumindest ein bisschen Wind hatten –  haben wir einen Riss in unser Großsegel bekommen, was zwar eindeutig nicht an uns gelegen ist, denn das Segel sah aus wie aus Butterpapier, doch da kann man nichts machen, die 70 Euro für die Reparatur mussten wir auch nach einer kurzen Diskussion mit dem Vercharterer trotzdem zahlen.

Ach ja & wie sooft beim Segeln, war die Woche viel zu schnell wieder vorbei!


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