2012 Mit 2 Yachten ab Split


Nach Griechenland 2010 plante ich wieder mal einen Segeltörn mit zwei Booten, wobei wir zuerst gemeinsam mit Kerschner Reisen den Törn planten, doch es haben sich kaum Mitsegler über das Reisebüro gefunden, sodass wir die Boote selbst übernahmen und nur die Busanreise mit Kerschner nutzten.

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Nachdem wir uns entschieden haben die Mitsegler selbst aufzutreiben, ging es vor allem durch die Unterstützung Lici Schlag auf Schlag und in Kürze waren 16 Leute zusammen. Wir mussten schweren Herzens auch einigen Leuten absagen.

Die Anreise mit dem Reisbus dauerte zwar länger als mit dem PKW aber dafür musste keiner mit dem Auto fahren, wir ersparten uns die Probleme mit dem Parkplatz in Split und kamen alle recht gut erholt an. Das Ausladen der Fahrräder der Inselhüpfen-Gruppe in Trogir ging rasch und wir nutzten den Zwischenstop für eine kleine Stärkung.

In der ACI Marina mussten wir zwar noch ein paar Stunden auf unsere Yachten warten, aber mit ein paar Bieren lässt sich das überbrücken. Nach erfolgter Bootsübernahme waren wir uns alle einig: raus aus der Marina – hinein ins Segelvergnügen!  Auch der Wind meinte es noch gut mit uns wir konnten gemütlich nach Bobovisca zu segeln und schon mal das erste Gefühl für unsere Yacht bekommen.

Dort gingen wir an die Boje, machten uns noch einen gemütlichen Abend und vertilgten Licis Willkommen-an-Bord-Überraschungskuchen.

 

 

 

Sonntag & Montag

Am nächsten Morgen segelten wir weiter zu einer der wahrscheinlich schönsten Buchten Kroatiens: zur Palmizana. Dort genossen wir das traumhafte Wetter und nutzten die Zeit um ausgiebig baden zu gehen und mal richtig zu relaxen.

 

 

Eine kleine Gruppe ist aufgebrochen um die Insel zu erkunden und einen Tisch für den Abend zu reservieren. Abends gab es Fischplatte und anschließend noch viel Spaß in der Cocktail Bar. Vor allem unser „Reiselenzi“ lief in der Bar zu einer kommunikativen Höchstform auf sodass ich war zum Schluss wirklich froh war, dass er nicht unsere Boote verkauft hat.

Am folgenden Tag haben wir noch eine Namenskollegin von Karls Bommerang One gesehen. Nach etwas morgendlichem plantschen legten wir ab und machten uns  Richtung Scedro auf.

 

 

Auf dem Weg nach Scedro hatten wir noch das Glück Delphine zu sehen, deswegen hat sich die Reise noch etwas verzögert, aber die Zeit nimmt man sich besonders gern.

Nach mehreren Anläufen habe ich es diesmal endlich nach Scedro geschafft und die Empfehlung vom Thomas war genau wie erhofft: eine super Bucht mit wenig Booten und ein Lokal, wo ich mich wirklich nicht zum ersten Mal in der Woche geärgert habe, dass ich gleich am Tag nach unserer Rückkehr zum Wachhau-Halbmarathon muss. So gab es nur für die Nicht-Läufer den guten Wein und der Skipper musste enthaltsam leben (das mach ich nie wieder …)

Dienstag

In einem ungeplanten Höschen-über-Bord-Manöver entpuppte sich die Crew der Rosa als schneller Retter in der Not und das verlorene Stück kehrte wohlbehalten wieder zum Besitzer zurück. Wie schnell vergeht die Zeit: es ist schon wieder Dienstag und es geht wieder mal nach VIS (die Delphine haben wir am Weg natürlich wieder besucht). Nach einer kleinen Runde durch den Ort verbrachten wir den Nachmittag mit einer ausgiebigen Runde durch die Bunkeranlagen oben auf dem Berg. Wir wollten eigentlich seitlich am U-Boot Bunker über Nacht bleiben, doch leider war es diesmal ziemlich schwierig, denn wir wurden nachmittags von Ausflugschiffen verjagt und am Abend wollten neben uns noch zwei weitere Boote anlegen. Bei so einem Andrang konnten wir den gemütlichen Grillabend in den Wind schreiben …

 

So haben wir uns entschlossen in der Bucht vor dem Bunker vor Anker zu gehen..

Die Karin ließ sich ihre Bunkerparty nach ihrem perfekten Anlegemanöver nicht nehmen, obwohl wir diesmal gar nicht am Bunker angelegt haben. Wir haben auch noch den Sonnenuntergang mit einem Spritzer gefeiert.

Nach dem Abendessen mussten wir auf der Niva feststellen, dass Poseidon es an diesem Tag nicht so gut mit uns gemeint hat und die Abstände zwischen den Yachten merklich kleiner wurden. Deswegen habe ich mich für „Anker auf“ entschieden und nach einigen missglückten Ankermanövern haben wir um 11:00 Uhr nachts Kurs Richtung dem Ort Vis genommen. So sind wir bei diesem Törn auch noch zu unserer Nachtfahrt gekommen 🙂

Dort war natürlich der komplette Steg belegt, aber Karin hat zum Glück eine freie Boje gesichtet, die wir dann beim ersten Versuch erwischten und ab diesem Zeitpunkt eine ruhige Nacht verbrachten (Merken: Poseidon wieder mehr vom Manöverschluck abgeben!)

Mittwoch & Donnerstag

Nach den ruhigen Badetagen frischte der Wind wieder auf und wir hatten zum ersten Mal in dieser Woche richtig tolles Segelwetter – und das haben wir ordentlich ausgenutzt. Da sich für die Nacht und den folgenden Tag schlechtes Wetter mit deutlich mehr Wind angekündigt hat beschlossen wir nach Milna zu fahren.

Das war die erste Nacht in einer Marina in dieser Woche, die bis dahin auch keiner vermisste, aber die erste richtige Dusche war nach einigen Tagen durchaus angenehm. Bis zu diesem Tag war es uns auch gelungen dem größeren Touristenstrom auszuweichen, doch in Milna mussten wir leider feststellen, dass Kroatien im September sehr gut besucht ist.

Dadurch haben wir relativ lange nach einem Restaurant mit 16 freien Plätze gesucht, aber am Ende ein nettes Lokal gefunden, das genug Platz für uns hatte und uns vor dem Verhungern gerettet hat. Danach wurde auf den Booten noch gefeiert, denn am nächsten Morgen sollte uns das gute Wetter vorübergehend verlassen.

So haben wir am Morgen nach der heißen noch eine kalte Dusche bekommen, aber die wasserdichten Socken von Luigi haben gehalten und wir haben das ganze mit Humor genommen. In Rogac angekommen haben wir gleich getankt und haben dann angelegt. Dort habe ich dann noch bange Minuten erlebt, denn zu Beginn sind Wind und Welle in den Hafen hereingestanden und die Boote haben bedrohlich zu schwanken begonnen – und kein Ende in Sicht!. Gegen 21 Uhr ist dann glücklicherweise die Fähre in den Hafen gekommen und hat uns als Wellen- und Windschild wieder einen ruhigen Liegeplatz bis zum nächsten Morgen beschert.

So haben wir abends noch ein paar Runden UNO gespielt und auf besseres Wetter gehofft. Natürlich war es auch die beste Zeit für den Andreas-E-Spezialtee, der jede Stimmung hebt.

Freitag

Am Morgen war es noch regnerisch  und es sah nach einem wilden Ritt nach Split aus, aber draußen hat es sich als optimales Segelwetter herausgestellt und die Welle war auch deutlich angenehmer als zuerst befürchtet. Deswegen haben alle noch die letzten Stunden beim Kreuzen Richtung Split genutzt um ihre Erfahrungen am Steuer und beim Segeln zu machen.

In Split war bei der Einfahrt zur Marina wieder der Teufel los und wir mussten im Hafenbecken unsere Kreise drehen, weil drinnen sich wieder mal ein paar Yachten verkeilt hatten. Zum Glück erging es uns danach besser und ich würde sagen wir haben zum Abschluss noch ein Anlegemanöver gegen dern Wind wie aus dem Lehrbuch hingelegt. Danach wurden die Yachten noch zurückübergeben und das Handling bei Pitter Yachting war wieder unbürokratisch.

Am Abend waren wir in Split essen und haben wieder meine Lieblingscocktailbar in Split besucht, die zwar schon lange kein Geheimtipp mehr ist, aber die Stimmung war super, sodass ich mich geärgert habe, dass ich wegen dem Halbmarathon beim Alkohol passen musste, denn den einen oder anderen Cocktail hätte ich schon gern mitgetrunken. Was ich da noch nicht wusste war, wie gut das Gefühl am Sonntag sein wird, wenn man den Halbmarathon geschafft hat!!

Und 24 Stunden später waren wir schon wieder zu Hause und haben die Taschen aus dem Bus genommen … es war wirklich schon wieder vorbei, da hilft auch kein Augen reiben am Sonntag in der früh!

Yacht Niva Bavaria 46 Cruiser

Crew

Andreas G. Skipper

Monika H.

Karin D.

Regina A.

Sabine P.

Hannes O.

Christian R.

Andreas E.

Yacht Rosa Bavaria 46 Cruiser

Crew

Thomas G. Skipper

Willy H.

Anton P.

Martin N.

Felicitas B.

Christina B.

Anton S.

Thomas L., Reiselenzi (ehrenamtlicher Reiseführer)

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Ein Gedanke zu “2012 Mit 2 Yachten ab Split

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