2011 Kuba 2. Teil


Cayo Matias – Cayo Rosario

Es ist schon wieder Zeit an den Rückweg zu denken … von Cayo Matias geht es wie zu erwarten mit Gegenwind und etwas Wellengang mit Stützsegel und Motor mühsam Richtung Cayo Rosario.

Dort besuchten wir noch eine weitere Microbiologica und trafen den Fischer der sich schon beim Langustentausch in unsere Karin verliebt hat. Dann wurden Kokosnüsse geerntet, Baumratten bewundert und wir wurden noch eine kurze Runde über die Insel geführt. Wenn wir etwas mehr Zeit gehabt hätten, wäre eine längere Wanderung (mit Aussicht auf Krokodile) toll gewesen.

Slideshow:
Fullscreen:

Cayo Rosaria – Cayo Largo

Im selben Segelstil geht es weiter, wobei wir bei der Strandbar auf Cayo Rico einen Zwischenstop einlegten, der es in sich hatte. Als wir angekommen sind, mussten wir aufgrund der geringen Wassertiefe ziemlich weit weg vo Strand ankern. Aber mit unserem guten Schlauchboot war das Übersetzen zum Strand kein Problem, ich bin  nur beim Ankern ungern soweit vom Boot weg.

Dann erklärte uns ein Mitarbeiter vom Restaurant, dass wir viel näher am Strand ankern könnten und das alle außer mir machen würden. Wir brauchen uns nur rechts halten und könnten dann bis auf 30 Meter zum Strand heranfahren. Na, wenn das alle machen haben wir es natürlich auch versucht – mit dem Erfolg, dass wir auf einer Sandbank aufgesessn sind! Doch nachdem Harald und ich kurz angeschoben haben, waren wir wieder frei und sind dann schlussendlich geblieben wo wir waren. Wir sind unterm Strich mit einem blauen Auge davongekommen, aber ich werde in Zukunft vorsichtiger mit Tips von Einheimischen sein. Der Strand selbst war der schönste rund um Cayo Largo!

Mittags kam ein Ausflugsboot aus Cayo Largo mit vielen Gästen aber als nach dem Essen wieder alle verschwunden sind wir an der Bar in aller Ruhe noch einen gut gemsichten Cuba Libre bekommen bevor die Mitarbeiter ebenfalls wieder weg sind. Dadurch waren wir an diesem wunderbaren Strand wieder komplett alleine und haben allerhand Blödsinn angestellt … es kann einem schon richtig schlecht gehen.

In Cayo Largo angekommen war eigentlich Zeit um den Schnitzel & Blowjob Tag zu feiern, aber trotz Daumen hoch haben es die Mädels nicht richtig verstanden, glaube ich. Also haben wir uns statt Schnitzel zu kochen in ein All-Inclusive-Hotel aufgemacht (vom Mitarbeiter im Hafen organisiert) um mal nicht selbst kochen zu müssen. Dort haben wir noch die Rezeption geschmiert (also ich habe keinen Beleg bekommen :)) und dann saßen wir schon beim Abendessen. Das Essen war sehr gut und vielfältig, aber ich glaube, es ging es uns allen ähnlich: nach fast 2 Wochen nur unter uns auf unserem kleinen Boot waren wir kurzfristig von den vielen Menschen und auch vom Essens-Angebot total überfordert. Es war schon eine Umstellung, aber auch eine amüsante Abwechslung mal wieder unter so vielen Leuten zu sein.

An diesem Abend lernte ich auch noch 2 deutsche Ehepaare kennen, die ebenfalls mit einem gecharterten Kat unterwegs waren und an dem Abend mit dem starken Wind sehr mit ihrer Yacht zu kämpfen hatten, denn sie hatten ebenfalls mit einem Motor Probleme. Laut ihnen waren diese so gravierend, dass sie die Fahrt nicht mehr fortsetzen konnten, da die eine Maschine unbrauchbar war.

In diesem Moment beginnt man natürlich auch wieder über sein Schiff nachzudenken und ich hatte auch mit kleinen Problemen zu kämpfen:

  • Irgendjemand hat die Schläuche der Seewasserpumpe beim Steuerbordmotor nicht ordentlich angeschraubt, somit wurde Seewassser in den KAT gefördert, das war aber schnell zu beheben.
  • Es gab Probleme mit der Steuerbordtoilette, irgendwas muss für diesen furchtbaren Geruch verantwortlich sein (…?!?)
  • Der Radio hat gleich am 2. oder 3. Tag seinen Dienst verweigert, dafür wurde ich mit Gesängen und Gejodel der Mädels unterhalten.
  • Manchmal hatte ich Problem den Genarator zu starten, aber nach ein paar Versuchen ließ er sich jedesmal überreden seinen Dienst zu verrichten.
  • Ich hatte an dem Tag jede Menge Wasser im Kat, aber zum Glück nur Süßwasser und es dürfte passiert sein, als wir die Tanks wieder aufgefülllt haben, die scheinen im oberen Teil etwas undicht zu sein.

Playa Sirena

Nächsten Tag ging es nur kurz zum Baden in die Playa Sirena, eine nette Bucht mit viel Palmen, die durch die Nähe zu Cayo Largo etwas überlaufen ist. Die Delphine auf dem Foto waren leider für die Touristen eingesperrt und sind nicht freiwillig so nahe gekommen.

Cayo Largo – Playa Tortuga – Cienfuegos

Leider hat sich das Ablegen etwas verzögert, weil wir Probleme beim Ausklarieren hatten. Am Meer hatten wir leider mit dem Wellengang ziemlich zu kämpfen und als wir 3 Stunden später in Playa Tortuga angekommen sind hatten einige Crewmitglieder etwas mit dem Magen zu kämpfen. Ich ging wieder mal die Bilge auspumpen, nachdem wir in Cayo Largo über die Wassertanks auch wieder die Bilge gefüllt hatten. Weiters ging mir durch den Kopf wie am nächsten Tag wohl die Überfahrt nach Cienfuegos werden würde, wenn es heute schon Probleme gibt, vor allem da es auch Monika etwas erwischte, die noch nie Probleme hatte. Doch ich ging nochmal gemütlich planschen um die Gedanken etwas abzulenken und ziemlich früh schlafen. Aber ich habe die ganze Nacht fast kein Auge zugemacht, da die Welle ziemlich ungemütlich gegen unseren KAT geschlagen hat. Deswegen haben Monika und ich beschlossen etwas früher als geplant um 3 Uhr 45 Anker auf zu gehen und Richtung Cienfuegos zu starten.

Die Fahrt nach Cienfuegos war dann zum Glück eher unspekakulär und da wir kaum Gegenwind hatten sind wir relativ gemütlich Richtung Cienfuegos motort und haben nur etwas Stützsegel gegeben. Dabei habei ich den Steuerbordmotor geschont, da er eine relativ hohe Temperatur angezeigt hat. Wahrscheinlich hat die Anzeige falsche Werte ausgegeben aber sicher ist sicher.

Vor der Hafeneinfahrt in Cienfuegos haben wir noch Deutsche getroffen, die Probleme mit ihrem Spi hatten.

Eine größere Freude hätten sie mir nicht machen können, also habe ich meiner Crew schnell erklärt wie man einen Spi setzt und wir haben das Ding wie aus dem Lehrbuch hochgezogen.

 

Dass die deutsche Seglercrew danach ziemlich beeindruckt und ich extrem zurfrieden war, brauche ich wohl nicht erwähnen. Dafür möchte ich mich herzlich bedanken, dass sie uns fotografiert und uns anschließend die Fotos zugesandt haben.

 

 

 

 

 

In der Marina hatte ich beim ersten Anlegemanöver noch alles im Griff, doch nach dem Tanken mussten wir uns noch umlegen, und dass dann wieder Probleme mit dem Getriebe aufgetreten sind, versteht sich von selbst.

Aber einige peinliche Versuche später waren wir auch wieder am Steg und ich war wirklich dankbar, dass alles so gut gelaufen ist. Wir haben an diesem Abend mit Mojitos und Zigarren im Hafenbeisl ordentlich gefeiert, denn es gibt nicht schöneres für einen Skipper, als Boot und Crew gut in den Hafen zurückzubringen.

Außerdem konnten wir aufklären, was der Hafenkapitän von Cayo Largo meinte, als er sagte, dass wir vielleicht bald wieder kommen werden, da es in Asien eher nichts mit Segeln werden könnte. Denn von uns vollkommen unbemerkt ereignete sich während unseres Urlaub in den Cayos der atomare Zwischenfall in Fukoshima.

Was wir auch im nachhinein erst erfahren haben war, dass während wir in Cayo Matias waren, ein starkes Unwetter über Cienfuegos hergezogen ist und es bei einem Kat die Klampen herausgerissen hat.

Danach war ich noch glücklicher, dass wir alle gut zurückgekommen sind.

Jetzt   freuten wir uns nur mehr auf den Ausflug nach Trinidad am nächsten Tag.

 

Trackdownload

Crew

Andreas G. Skipper

Monika H.

Eva D.

Karin D.

Ilse S.

Jürgen S.

Felicitas B.

Harald L.

 


2 Gedanken zu “2011 Kuba 2. Teil

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