2010-03 Kick Off Sailing


SONY DSCEs war schon eine ganz besondere Idee Anfang März nach Istrien zu fahren um Segeln zu gehen, es könnte auch sein, dass ich zu dieser Zeit etwas zu viel von den Dokus übers Krabbenfischern in der Beringsee geschaut habe. Vor allem als ich 2 Wochen vorher beim Thomas (Croatiasailing) angerufen habe wie es so ausschaut und er gemeint hat, dass derzeit Schnee auf den Yachten liegt, war ich nicht mehr so ganz von meiner Idee überzeugt.

Andererseits konnten wir schon am Freitag anreisen, weil die Yacht in der Woche vorher keiner gechartert hat :), wir haben überhaupt sofern ich mich richtig erinnern kann nur eine einzige andere Yacht draußen auf dem Meer gesehen.

Ich werde auch nie vergessen, als wir angekommen sind und ich über den Steg zur Yacht gehe und merke, dass er vereist ist, habe ich mir nur gedacht:

Andi, du bist doch ein Vollidiot … natürlich positiv!

Die gute Nachricht war, dass Thomas uns bereits einen Heizstrahler hineingestellt hat und es dadurch schon sagen wir mal warm im Boot war. Das Problem ist zu Beginn nur, dass wenn man den Strahler abstellt ist es ca. 2 Minuten später wieder saukalt und es ist gar nicht gut, wenn bei so einem Törn „light“ auf dem Schlafsack steht.

Slideshow:
Fullscreen:

Nachdem die erste Nacht überstanden war,SONY DSC haben wir uns für den ersten Tag einiges vorgenommen. Zuerst haben wir in Porec anlegen geübt und anschließend gab uns Thomas G. eine Einweisung in die hohe Schule des SPI Segelns. Thomas war durch seine Erfahrung bei beiden Themen eine riesige Unterstützung, da er das Gefühl von „das-ist-ganz-leicht-das-schaffen-wir-locker“ ausstrahlt und dann wird es auch so einfach. Gegen Abend sind wir nach Vrsar, dorthin wo das Segeln für Hannes und mich begann. Aufgrundder Kälte haben wir versucht uns so gut wie möglich von innen zu wärmen – nein, nicht mit Hochprozentigem sondern mit der ausgezeichneten Küche von Andreas E. Die Folgen waren mysteriöne Gewichtszunahmen die sich nach dem Törn auf der Waage deutlich bemerkbar machten. Immerhin gab es manchmal zwei richtige Abendessen.

Zuerst wollte uns Rene zwar noch bremsen, aber wer ihn kennt weiß, dass es bei ihm immer zwei Tage dauert, bis er im Urlaub angekommen ist und danach war er nicht mehr zu halten, was in Pula seinen Höhepunkt gefunden hat.

Am 2. Tag segelten wir gemütlich zurück in die Funtana und Thomas G. musste leider schon wieder die Yacht verlassen und die Heimfahrt antreten. Trotz des einfallenden Nebels am Abend waren unsere Ziele für den Montag hoch gesteckt, denn wir wollten nach Venedig.

Deswegen hieß es bereits um 2 Uhr raus aus den Kojen und wir suchten uns den Weg in Richtung Venedig. Dabei ist mir nicht nur aufgefallen, dass es saukalt war, sondern auch, dass die Sicht immer schlechter wurde. Vor der ersten Schiffsfahrtstraße dachte ich noch, da müssen wir jetzt durch, dann wird es hell und wir sehen wieder mehr. Leider war das genaue Gegenteil der Fall, der Nebel wurde immer dichter und so sind wir zwischen den beiden Schiffsfahrtstraßen gestanden, wie ein Igel zwischen den Autobahnspuren.

Je näher wir Richtung Italien gekommen sind, desto dichter wurde der Nebel bis wir nur mehr 20 Meter gesehen haben. Deswegen haben wir alle 2 Minuten in die Tröte geblasen und sind umhergetümpelt. Das ganze hatte etwas von einem Horrorfilm und nach einigem hin und her haben wir uns dann für die Rückkehr in die heimelige Funtana entschlossen.

Für Dienstag haben wir uns Pula vorgenommen und bedingt durch die Kälte haben wir unsere Vorliebe für Vorwindkurse mit SPI entdeckt. In Pula selbst waren die Wirte durch die Vorsaison sehr zuvorkommend und schließlich haben wir bei 10 % + 1 Runde Getränke sowie gratis Schnaps gespeist. Durch den Gratis Schnaps war der Bordkassier zum Schluss so in Feierlaune, dass wir die 10 % gleich wieder Trinkgeld gegeben haben.

 

Am letzten Tag stand noch ein Ausflug in die wunderschöne Marina in Novigrad, die mich an ein Wellnesshotel erinnert, auf dem Programm und damit war die Woche Kick-off-Segeln auch wieder vorbei.

Zu guter letzt muss ich sagen, dass wir wirklich mit dem Wetter Glück hatten, deswegen wurde es nicht so kalt, aber ich glaube ich werde das Segeln Anfang März in Kroatien trotzdem kein zweites Mal riskieren. Was uns von dieser verrückten Woche noch einige Wochen geblieben ist sind ein paar Kilo von der ausgezeichneten Küche – 3 Kapitänsmützen für unseren Koch.

SONY DSC

Mitsegler:

Andreas G.     Skipper

Hannes D.

Andreas E.

Rene H.

Thomas W.

Thomas G. (leider nur 2 Tage)

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2 Gedanken zu “2010-03 Kick Off Sailing

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